CBRN-Rescue

Konzeptentwicklung von Schutz- und Rettungsmaßnahmen für Patienten in chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen (CBRN) Gefahrenlagen


KI-generiert

Die Mission des Projekts ist es, den Schutz von Patientinnen und Patienten bei CBRN-Ereignissen zu verbessern. Im Fokus stehen dabei die spezifischen Bedürfnisse der Patienten im Gefahrenbereich. Durch die Entwicklung und Erprobung eines einsatztaktischen (Transport-)Hilfsmittels für die zivile Bevölkerung sollen die Selbsthilfefähigkeit in CBRN-Lagen gestärkt und die sichere Eigenrettung unterstützt werden.

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines Schutzkonzeptes für Patienten(gruppen) in CBRN-Gefahrenlagen, das sowohl präventive als auch reaktive Maßnahmen im Bereich des Bevölkerungsschutzes optimiert.

Im Rahmen des Projekts werden innovative einsatztaktische Hilfsmittel entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Patientengruppen zugeschnitten sind. Für selbsthilfefähige Personen wird ein Schutzanzug konzipiert, während für nicht selbsthilfefähige Patienten ein spezieller Transport-Body-Bag entwickelt wird. Ergänzt wird das Konzept durch eine intuitive Handlungsanleitung mit praxisnahen Empfehlungen für Patienten und Einsatzkräfte im CBRN-Einsatz.

Das Forschungsvorhaben verfolgt einen konsequent anwendungsorientierten Ansatz und wird in enger Zusammenarbeit mit assoziierten Partnern entlang der gesamten Einsatzkette umgesetzt. Dazu zählen unter anderem Ersteinsatzkräfte wie Feuerwehr und Rettungsdienste, spezialisierte Sanitäts- und Katastrophenschutzeinheiten, CBRN-Fachkräfte sowie Expertinnen und Experten der medizinischen Versorgung. Durch diesen interdisziplinären Austausch orientiert sich die Entwicklung konsequent an den realen Anforderungen aus der Praxis und dem Einsatzgeschehen.

Das Schutzkonzept ergänzt bestehende MANV-Konzepte um praxisnahe präventive und reaktive Maßnahmen für CBRN-Lagen. Dadurch stärkt es die Resilienz der Bevölkerung, unterstützt die Selbsthilfefähigkeit von Patientinnen und Patienten und erhöht die Sicherheit aller Beteiligten bei CBRN-bedingten Massenanfällen von Verletzten.

Ausgehend von den Projektzielen folgt das Forschungs- und Entwicklungsprojekt einem strukturierten Arbeitsplan. In den einzelnen Arbeitspaketen sind die aufeinander abgestimmten Inhalte definiert:

  • Systematische Beschreibung verschiedener CBRN-Gefahrenlagen und Ableitung geeigneter Schutzmaßnahmen
  • Erfassung, Definition und Gruppierung relevanter Patientengruppen
  • Analyse und Bewertung des aktuellen Stands vorhandener CBRN-Schutzausrüstungen
  • Materialwissenschaftliche Untersuchung der verwendeten CBRN-Ausrüstung und -Komponenten
  • Weiterentwicklung und Anpassung von Schutzausrüstung und (Transport-)Hilfsmitteln an die spezifischen Bedürfnisse der unterschiedlichen Patientengruppen
  • Optimierung der Schutzausrüstung und Ausarbeitung praxisorientierter Handlungsempfehlungen
  • Erprobung und Bewertung der Praxistauglichkeit des entwickelten Schutzkonzeptes

Der innovative Ansatz des geplanten Vorhabens besteht in der Entwicklung patientenspezifischer Schutzmaßnahmen für selbsthilfefähige und nicht selbsthilfefähige Patienten in CBRN-MANV-Szenarien. Durch die gezielte Berücksichtigung unterschiedlicher Patientengruppen werden spezifische Schutzbedarfe systematisch erfasst und in praxisgerechte Maßnahmen umgewandelt. Damit trägt das Projekt zur Optimierung bestehender Abläufe im Bevölkerungsschutz bei und unterstützt insbesondere Rettungsdienste, Katastrophenschutz und CBRN-Einsatzstrukturen.

Die wissenschaftlich-technischen Ergebnisse des Forschungsvorhabens werden im Bevölkerungsschutz-Magazin sowie in anerkannten Fachzeitschriften veröffentlicht. Zudem erfolgt eine Vorstellung des Projekts auf wissenschaftlichen Fachkonferenzen sowie im Rahmen des Fachkongresses „Forschung für den Bevölkerungsschutz“.

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